Jan Simon Spielberger alias DJ Shir Khan kommt von der alten HipHop-Schule. Sein Markenzeichen ist der scheuklappenlose Mash Up-Mix. Bekannt geworden ist der waschechte Berliner DJ durch seine Mixtapes, die weltweit über 100-tausenmal downgeloaded wurden: „Ich war als DJ im Internet noch vor der großen Blog-House-Welle am Start. So habe ich auch meine ersten Bookings im Ausland bekommen.“ Auf Fritz Radio gestaltet er jeden Dienstagabend den Soundgarden (20 - 22 Uhr). Seit 2007 betreibt Simon das Label Exploited: „Zugespitzt steht der Labelname für eine Ausschlachtung der Popkultur – für einen Sound, der neue Musikkontexte herstellt und sich selbst auf die Schippe nimmt. Es geht um das Zitat und die Reproduktion. Wenn du das auf das Übermalen von bekannten Popcovern beziehst und dabei noch im Auge behältst, das musikalisch bei Exploited alles möglich ist, dann hast du die Quintessenz für das Label und mein kreatives Schaffen.“ (sg)
Warum DJ? Als HipHopper war ich zum Rappen zu schüchtern. Als DJ konnte man sich damals noch hinter den Plattentellern verstecken und trotzdem den Leuten seinen eigenen Sound auftischen.
Das Berliner Nachtleben: ist wegen seiner Vielfältigkeit das Beste weltweit. Es ist unersättlich, kennt keine Sperrstunde und bietet viel Raum für Kreativität.
Der beste Berliner Club? Das WMF hat das Potential wieder der Club der Stadt zu werden: coole Location, fette Anlage, gute Drinks und ein entspanntes Publikum. Wir haben alle nur noch auf den regulären Clubbetrieb gewartet.
Was hältst du von den Berlin Music Days (BerMuDa)? Die Popkomm hat mich nie interessiert. BerMuDa spricht mich da schon eher an. Networking und Business betreibt man eh nicht mehr auf Messen.
