Interview: Axel Bartsch "DJs sind nichts Besonderes"




DJ. Produzent. Labelchef. Axel Bartsch ist Vollblutmusiker. Und seit er 2003 als Teil des Techno-Duos Vanguard den Clubhit „Flash“ landete, ist der Name Bartsch ein elektronisches Qualitätsmerkmal. Aktuelles Gütesiegel: Die Maxi „Blam & Flow“ feat. Jake The Rapper die kürzlich auf seinem Label Sportclub erschienen ist.

Rückblickend: Inwiefern hat sich Szene seit Beginn deiner DJ Karriere verändert?
Die DJ Szene hat sich eigentlich nicht groß geändert. Es gibt aber viel mehr DJs und die Unterschiede zwischen der Spitze und dem Resident in Klein Kleckersdorf ist viel größer geworden. Oft irritiert mich die Diskrepanz zwischen Bewunderung und Überheblichkeit. Es ist zwar schön, wenn Menschen auf die Musik positiv reagieren, aber deshalb sollte man als DJ nicht denken etwas Besonderes zu sein.

Heute ist praktisch jede Platte über das Internet verfügbar. Hat sich diese musikalische Demokratisierung auf deine Sets ausgewirkt?
Nein. Ich habe immer versucht besondere Musik oder Titel zu spielen ohne dabei den Bezug zur Crowd zu verlieren. Die meisten Sachen bekomme ich als Promos bevor sie veröffentlicht werden. Da ist die Gefahr das andere DJs dieselben Tracks spielen gering.

Hat sich der Anspruch des Publikums verändert?
Früher gab es auf jeden Fall mehr Hits, die das Publikum kannte und mehr Platten auf die sich viele DJ und das Publikum einigten. Das ist heute weniger geworden. Aber solange das Interesse an der Musik da ist und die Leute zum Feiern in den Club kommen ist es mir egal, ob sie wissen, dass dies der Hastenichtgesehen Remix von Jahre 1996 ist.

Termine
13.03. 5 Jahre Pentagonik@Arenaclub
17.03. Meet:Suol@Watergate
27.03. Gegenstrom@Dice